Der Bettenauer Weiher ist aufgrund der sehr tiefen Temperaturen zugefroren. Reicht das Eis für einen Winterspass? Mitarbeiter der Bauverwaltung prüfen dies für Ihre Sicherheit.

Der Bettenauer Weiher ist weit über die Gemeindegrenzen hinaus ein beliebtes Naherholungsgebiet und ist auch im Winter stark frequentiert. Bei sehr kalten Wetterbedingungen über längere Zeit friert die Wasseroberfläche zu, was für viele Menschen verlockend ist um den Weiher zu betreten.

Es ist zu beachten, dass das Begehen einer Eisfläche erhebliche Gefahren mit sich bringen kann und deshalb nur unter klar geregelten Bedingungen erlaubt ist. Die Gemeinde übt auf dem Gemeindegebiet die Aufsicht über die zugefrorenen öffentlichen und privaten Gewässer aus. Aus Gründen der Sicherheit darf der Weiher deshalb ausschliesslich nach einer offiziellen Freigabe durch die Gemeinde betreten werden.

Aktuelle Situation
Die Dicke des Eises beträgt aktuell unter fünf Zentimeter, weshalb im Moment keine Freigabe erteilt werden kann und das Betreten verboten ist (Stand Redaktionsschluss 9. Januar 2026). 

Kriterien für eine Freigabe
Die Freigabe erfolgt erst, wenn das Eis eine genügende Dicke, Tragfähigkeit und Qualität aufweist. Folgende Kriterien sind dabei zu erfüllen:

  • Eisdicke
    Mindestens 12 cm tragfähiges Eis über die gesamte Fläche; bei Schnee-Eis zählt nur die halbe gemessene Dicke.
  • Eisqualität
    Das Eis muss stabil und gleichmässig sein; morsches Frühjahrs-Eis oder Schichten mit Schneematsch sind nicht stabil genug.
  • Kontrollen
    Die Eisdicke wird an verschiedenen Stellen des Weihers (Ufer, Mitte, Ein-/ Ausläufe, Inseln) gemessen und
    dokumentiert.
  • Witterung
    Nach Tauwetter oder Schneefall ist eine erneute vollständige Durchfrierung erforderlich.

Über die Freigabe des Eises entscheidet die Bauverwaltung nach Rücksprache mit dem Gemeindepräsidenten unter Einsichtnahme in die Messprotokolle.

Es gilt der Grundsatz, dass das Eis solange geschlossen bleibt, bis eine offizielle Freigabe erfolgt. Die Freigabe findet in jedem Fall unter Aufsicht von Betriebspersonal und zu fixen Betriebszeiten statt.
Wussten Sie, dass die letzte Freigabe des Weihers im Februar 2009 erfolgt ist? 

Regelmässige Kontrollen durch den Unterhaltsdienst 
Ab anfangs Winter werden jeweils bei den Zugängen zum Weiher Tafeln angebracht, welche auf die gesperrte Eisfläche hinweisen. Die Eisdicke und -zusammensetzung wird durch den Unterhaltsdienst bei günstiger Witterung an verschiedenen Stellen des Weihers regelmässig gemessen und protokolliert. Zu beachten ist hier, dass die Eisstärke nicht überall gleich ist. Gefährliche Stellen können sich insbesondere bei Ein- und Ausläufen, im Bereich von Schilfgürteln und Inseln sowie bei Schneematsch oder wechselnden Eisstrukturen bilden.

Verschiedene Arten von Eis
Im Allgemeinen widerspiegelt die Eisdecke den Verlauf der Witterung, weshalb ganz unterschiedliche Eisarten anzutreffen sind. Je nach Aufbau der Eisschichten ist das Eis sehr stabil oder nicht genügend tragend:

Klar-Eis
Entsteht, wenn die Wasserfläche ohne Störung durch Wind oder Schneefall gefriert. Es ist glasklar und wird auch als Schwarzeis bezeichnet. Dieses Eis weist die höchste Festigkeit auf.

Schnee-Eis
Bildet sich bei starkem Schneefall und tiefer Temperatur aus Schneematsch im Wasser oder auch, wenn Schnee auf eine bereits bestehende Eisdecke fällt. Die Festigkeit von Schnee-Eis ist geringer als die von Klar-Eis.

Frühjahrs-Eis
Infolge der kräftigeren Sonnenstrahlung wird das Eis im Frühjahr morsch. Die Tragfähigkeit der Eisdecke nimmt rasch ab.