Vor der Bürgerversammlung vom 31. März 2026

Die vorliegenden Zahlen zum Finanzplan 2027 – 2030 basieren auf den Budgetwerten 2026. Über die gesamte Planungsperiode wird mit deutlich negativen operativen Ergebnissen gerechnet. Diese strukturellen Defizite können kurzfristig durch Entnahmen aus Reserven abgefedert werden, führen jedoch zu einem kontinuierlichen Abbau des Eigenkapitals.

Der Gemeinderat hat deshalb eine weitreichendere Finanzstrategie zu erarbeiten. Insbesondere der Budgetprozess 2027 bedarf im Bereich des operativen Ergebnisses Antworten: die gebundenen Ausgaben im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich haben das Budget in den letzten Jahren stark erhöht.

Im ersten Jahr der Amtsdauer 2025 – 2028 stand vor allem die Priorisierung der Investitionen im Fokus. Diverse Arbeiten sind im Gange, wie der (laufend kommunizierten und justierten) Investitionsplanung entnommen werden kann. Zur Finanzierung der Investitionstätigkeiten ist im Jahr 2027 die Erhöhung des Steuerfusses – als Teil verschiedener finanzieller Massnahmen – unumgänglich.

Zur Sicherstellung der finanziellen Handlungsfähigkeit plant der Gemeinderat aber verschiedene Massnahmen. Dazu gehört nicht nur die Erhöhung des Steuerfusses ab 2027 auf 122 Prozent; sondern auch eine massvolle Verschuldung zur Finanzierung von Investitionen sowie gezielte Einsparungen bei den laufenden Ausgaben gehören dazu.

Der Finanzplan macht deutlich, dass die Gemeinde vor wichtigen finanzpolitischen Entscheidungen steht. Insbesondere für das Budget 2027 wird systematisch zu erfassen sein, wo Ausgaben eingespart werden können. Dies bedingt den Einbezug aller Abteilungen mit der Pflicht zur Darstellung von Verzichtsmöglichkeiten.